Selber Bier brauen – Wo fange ich denn an?

Selber Bier brauen – Wo fange ich denn an?
7. Januar 2017 braumischung.de
In Blogbeiträge
Braukessel mit Hopfenpellets und geschrotetem Röstmalz

Da wir immer wieder nette Anfragen von Neulingen bekommen. Hier nun ein Beitrag für all jene, die sich für das Bierbrauen interessieren. Die sich infizieren lassen möchten vom Brauvirus. Also, los!

Wir sagen:
Wer gutes Bier trinken kann, der kann es auch brauen

Ein gut gebrautes Bier und die verschiedenen Bierstile bewusst zu geniessen, ist eigentlich der Grundstein. Wenn man an diesem Punkt schon ist, ist man ganz nah dran, das großartige Hobby Selberbrauen für sich zu entdecken. Dann gibt es noch  ein paar andere Sachen die man tun kann, um tiefer einzusteigen. Deshalb hier ein paar lockere Tipps für den Anfang:

  1. Suche ersten Kontakt zu Hobbybrauern

    Stammtische, Treffen oder Hobbybrauer-Verkostungen z.B. auf Bierfestivals gibt es in fast jeder größeren Stadt. Man kann auch in lokalen Bierspezialitätenläden nachfragen, wo was geht. Und: Jeder kleine (Craft)Brauer war auch mal Hobbybrauer.
    Erwarte nicht, dass man nach einem Hobbybrauertreffen einen kompletten Masterplan zum Brauen in der Tasche hast. Sondern: Erste Kontakte zu Gleichgesinnten, Austausch und vor allem Spaß. Das wirkt wie ein Katalysator, der einen vom Interessierten zum Ambitionierten macht.

  2. Schau jemandem beim Brauen über die Schulter

    Keiner im Bekanntenkreis der schon braut? In Foren und sozialen Netzwerken sind dutzende Hobbybrauer unterwegs, die gerne mal zu einem Brautag einladen. Hobbybrauer sind äußerst gastfreundlich und aufgeschlossen. Mindestens genauso gut ist der klassische Braukurs. Der Vorteil daran ist, einmal von Anfang bis Ende alles gesehen zu haben. Dabei bleibt zehnmal mehr hängen, als man sich im Internet oder Büchern anlesen und ansehen kann.
    Vor allem hat man schonmal erste Anhaltspunkte zum Brauequipment gesammelt!

  3. Kauf dir ein Buch zum Brauen oder stöbere im Netz

    Sich selbst weiter in die Materie einzuarbeiten ist spannend. Und das geht auch ohne Braukurs oder einschlägige Erfahrungen. Wenn man weiss wo man welche Information findet, ist das schon die halbe Miete. Sei es in einem Buch, oder auf einer Website mit einer Brauanleitung. Eine sehr gute Brauanleitung, findet man übrigens hier (Brauanleitung.de).
    Das Brauen ist so vielfältig, dass man sich nach und nach – und bis in endlose Tiefen – einarbeiten kann. Und dabei hat jeder seine eigenen Interessen und Schwerpunkte. Verschiedene Brauverfahren, Hopfensorten und Aromen, oder spezielles Zubehör. Für Alles gibt es unzählige Ressourcen. Zu diesem Schritt gehört auch die Erkenntnis: Jeder braut anders. Und das ist auch gut so!

  4. Stell dir ein Brauequipment zusammen

    Der Markt ist riesig und die hunderten unterschiedlichen Brauanlagen können einen Einsteiger ziemlich verwirren. Sie zeigen aber auch, dass man mit nahezu allem Bier brauen kann. Um es vereinfacht zu sagen reicht ein Topf, etwas zum Läutern (Läuterbottich oder Läuterschlauch) und ein Gärfass im Großen und Ganzen aus! Die anderen Kleinteile kriegt man schon noch zusammen, wenn man erstmal die wichtigsten Dinge beisammen hat. Wenn man jemanden kennt der braut, kann man vielleicht auch was ausleihen. Hier noch eine beispielhalfte Brauutensilienliste (Brauanleitung.de) für das Brauen von 20 Litern in einem Einkocher. Der Klassiker.

  5. Suche Rezepte für das Bierbrauen

    Und damit geht das Vergnügen eigentlich erst richtig los. Denn jetzt ist man selbst der Braumeister, und entscheidet welches Bier gemacht wird. IPA? Blonde Ale? oder ein Pils? Besonders am Anfang machen fertige Mischungen mit allen Zutaten natürlich Sinn. Weil die Mengen und Rezeptangaben in sich schlüssig sind, und „Anfängerfehlerquellen“ so gut es geht ausgeschlossen sind. Man kann sich auch an veröffentlichte Rezepte auf verschiedenen Rezeptplattformen halten. Dann sollte man aber nochmal genauer prüfen, ob die Rezeptangaben zum eigenen Braustil und Geschmack passen. Bei der Inspiration und auch bei Fragen, helfen andere Brauer und Hobbybrauer bei diesem Thema auch immer gerne weiter!

  6. Und last but not least: Hab Geduld!

    Nach all der Energie und auch dem Geld das man reingesteckt hat die vielleicht härteste Probe: Bier braucht Zeit! Aber es lohnt sich tausendfach! Das Brauen und die damit verbundene „Arbeit“ machen extrem viel Spaß, sind faszinierend und inspirierend. Und am Ende muss man einfach sagen: Probiert es aus… und Cheers!